"Der Vatikan dementiert nicht." (Harald Schmidt)

Thüringer Allgemeine (22.5.2011):

Herbert Feuerstein ist eine Fernsehinstanz. Sowohl als Harald Schmidts Prügelknabe als auch öffentlich-rechtlicher Reisekader steht der gebürtige Salzburger für gewitzten und sarkastischen Humor. Der mittlerweile über 70-Jährige las aus eigenen Werken scharfzüngig formulierte Impressionen und Autobiographisches. Was er von seinen Erfahrungen mit Stierkämpfen, Alaskabären oder dem New-York-Marathon fabuliert, kommt geistreich, manchmal derb und immer aus der Position des Berufssarkasten. Das Publikum lauscht begeistert. Man lernt von dem ausgebildeten Pianisten viel über die Anatomie der Küchenschabe, Ohren von Surfern und klassische Musik. Das geschieht stets unterhaltsam und komisch.
Der Abend wäre jedoch nicht so reizvoll gewesen, wenn Feuerstein nicht die Musiker Manuel Munzlinger (Oboe), HD Lorenz (Kontrabass) und Herbert Götz (Klavier) mitgebracht hätte. Denn das Trio bereicherte die Lesung mit originellen, witzigen und textbezogenen Adaptionen aus Pop und Klassik auf hohem musikalischem Niveau. Nach Feuersteins allegorischen Betrachtungen, forderte das Publikum eine Zugabe ein, und so endete die Premiere mit einem Rap zu Mozarts fünftem Bäsle-Brief. Viel Applaus für einen geistvollen Nestor und seine Band.

 

Iserlohner Zeitung (6.4.2011):

Rock und Pop klassisch entspannt

Manuel Munzlinger und Andreas Sieling erhielten viel Beifall für ihr nicht alltägliches Projekt

Man stelle sich ein Open-Air-Rock-Konzert vor. Tausende von Fans reißen die Arme hoch, wenn „Deep Purple“ in die Saiten von Bass und E-Gitarre haut. Und dann stelle man sich vor, wie der große Hit „Smoke on the water“ in einer Kirche aufgeführt wird.
Was für ein Kontrast! Geht das überhaupt? Und wie! Rund 150 Besucher konnten sich am Sonntagabend in der Johanneskirche am Nußberg davon überzeugen. Es ist halt nur eine ganz andere Musik. Eine faszinierende Musik, wenn man die Instrumente wählt, die in der Johanneskirche zu hören waren: Oboe und Orgel.
Die Musiker Manuel Munzlinger (Oboe und Englischhorn) und Andreas Sieling (Orgel) trugen nicht nur Werke von Bach und Pergolesi vor. Sie hatten auch Hits von Billy Joel, Michael Jackson und Sting arrangiert und so vorgetragen, dass sie ihren harten, metallisch-aggressiven Charakter verloren. Da wird selbst „Smoke on the water“ zum Seelenbalsam.
Die Oboe, vor allem in der Variante Englischhorn, gehört nun mal zu den Instrumenten, die besonders warme, weiche, melancholisch zarte Töne erzeugt. Und wenn sie mit solch virtuoser, manchmal tanzender Leichtigkeit gespielt wird, wie von dem renommierten Berliner Künstler Manuel Munzlinger, dann kann man mit Joseph von Eichendorff fühlen: „Und meine Seele spannte weit ihre Flügel aus . . .“
Die Orgel, von Andreas Sieling gespielt, erwies sich in der Kombination mit der Oboe als sehr vielseitig. Sie gab dem Blasinstrument Rückhalt, konnte aber auch im Dialog mit ihr große Faszination ausüben. Das Publikum spendete nicht nur für jedes einzelne Stück, sondern auch am Schluss und nach den Zugaben großen Beifall. Die humorvolle, charmante Moderation von Manuel Munzlinger unterstrich den sympathischen Charakter dieses Sonderkonzerts der Reihe „pro musica“. Der Titel, in dem die Begriffe Barock und Rock zu BaRock verschmelzen, hätte nicht treffender sein können.

 

Fürstenfeldbrucker Tagblatt (22.2.2011):

Hochwertige Synthese aus Barock und Pop

Ein begeistertes Publikum nach dem ersten Bürgerhauskonzert

Was wurde nicht schon alles geschrieben über das Ensemble „the oboe goes BaRock“? Und alles stimmt: Souveränes technischen Können, spannende Arrangements, wunderbares Zusammenspiel, außerordentliche Fingerfertigkeit, gelungene und ungewöhnliche hochwertige Synthese von Barock und Pop und vieles mehr.
Mit Virtuosität versetzt Manuel Munzlinger die Beatles, Michael Jackson und Billy Joel gekonnt in die barocke Zeit. Das ist Overcross pur. Man wusste schon gar nicht mehr in welchem Jahrhundert man sich befand. Verjazzter Bach, barocker McCartney, klassischer Händel und Telemann, poppiger Purcell. Eigentlich ist die Oboe gar nicht für die moderne Musik geeignet, aber Manuel Munzlinger schaffte es mit außerordentlicher bravouröser Fertigkeit. Jedes Mitglied dieses Ensemble konnte sein Können auch als Solist zeigen und wurde vom Publikum mit viel Applaus belohnt. Getragen wurde das Konzert vor allem von Manuel Munzlinger, der als Komponist die Arrangements mit so viel Gespür bearbeitet hat, dass es ein Genuss und voller Leichtigkeit war. Auch die Moderation war locker und mitreißend. Bei den poppigen Barockstücken wurde mitunter ganz leise mitgesummt. Es war einfach zu verführerisch. Ein neues Klangerlebnis war der barocke Mozart. Zu drei Zugaben ließ sich das Ensemble überreden.
Viele Zuhörer, die mit Skepsis, Neugier oder abwartender Haltung zum ersten Bürgerhauskonzert in diesem Jahr gekommen waren, gingen begeistert wieder aus dem Festsaal heraus. Schade nur, dass es keine CDs zu kaufen gab, um das Konzert zu Hause noch einmal nachklingen zu lassen.

 

Harz-Kurier (15.12.2010):

Herbert Feuerstein und Manuel Munzlinger im Kloster

Munzlinger ist seit einigen Jahren Stammgast im Kloster und begeistert immer wieder mit seinen jazzigen Arrangements klassischer Musikstücke. So auch in diesem Jahr. Immer im Wechsel erklangen Texte rund um das Weihnachtsfest und Kompositionen, denen Munzlinger seinen ganz eigenen Stempel aufgedrückt hatte. Das Publikum ließ sich mitnehmen, lachte bei den humoristischen Texten und genoss die besinnlichen Momente.
Feuerstein moderierte den Abend in seiner aus dem Fernsehen bekannten, launigen Art. „Ihre Version gefällt mir fast besser als das Original“, kommentierte Feuerstein das „Ave Maria“ von Franz Schubert, das Munzlinger gerade in eigener Fassung dargeboten hatte. Zu Beginn musste sich Feuerstein noch an die klösterliche Umgebung gewöhnen, wie er betonte. Er habe gerade den Teufel im „Jedermann“ gespielt und daher eine gewisse Scheu.
Dicht an die Bühne mit dem Lesepodest heran gerückt saßen die Zuhörer. Die Gesichter zeigten, wie sehr sie an den Lippen des Lesenden hingen und wie tief sie in die Klänge der zauberhaften Oboe eintauchten.

 

Freie Presse (13.12.2010):

Herbert Feuerstein brilliert mit feinem Humor

„Ich bin ein Esel, alt und schwach“ begeisterte 350 Besucher im König-Albert-Theater

Als Herbert Feuerstein nach Bad Elster kam, hatte er noch bis Hof seine helle Sopranstimme. „Dann war sie weg. Das liegt daran, weil es im Vogtland so kalt ist“, meinte der 73-Jährige und nippte während seines zweistündigen Auftritts in Bad Elster immer wieder an einer Tasse Tee. Er schaffte mit seinem feinem Humor auf unaufdringliche Weise, was er in einem Vorabinterview in Aussicht stellte: den schwierigen Spagat in der Adventszeit zwischen Besinnlichkeit, Humor und Intellekt zu finden. Feuerstein las humoristisch-nachdenkliche Geschichten von Schriftstellern, denen er sich im Geiste verbunden fühlt und womit er auch die Besucher auf seine Seite zog. Immer wieder ließ er zudem zwischendurch seinen eigenen und so typischen Esprit durchblitzen: Wenn er etwa den Besuchern kundtat, dass der Mensch manchmal recht hat, wenn er denkt. So wie Guy de Maupassant, der immer dachte, wahnsinnig zu werden, und es dann auch wurde.
War es schon ein nicht alltägliches Erlebnis, Herbert Feuerstein zu erleben, so traf das auch auf seine drei Musiker zu. Wie Manuel Munzlinger (Oboe) das „Jauchzet, frohlocket“ aus Bachs „Weihnachtsoratorium“, den „Winter“ aus Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ oder Schuberts „Ave Maria“ nicht ausschließlich klassisch, sondern mit angejazztem Pfiff interpretierte, das war einfach Spitzenklasse.

Besucherstimmen:

„Besonders schön fand ich die Musik. Herbert Feuerstein kenne ich aus dem Fernsehen. Er hat so einen feinen Humor. Das mag ich.“
„Eigentlich hatte ich von dem Programm etwas Anderes erwartet. Ich bin überrascht, aber nicht enttäuscht. Interessant und gut fand ich, wie die Musiker Bach oder Vivaldi gespielt und mit Jazz gemischt haben.“

 

Thüringische Landeszeitung (18.9.2010):

Konzertante Experimentierfreude

Jazzige U-Musik mit Manuel Munzlinger - Hörvergnügen voller Überraschungen

Ein Treff mit einem komponierenden Oboisten, jazzige Neuentdeckungen und Eckehard Stier, ein junger engagiert zu Werke gehender Gastdirigent - so eröffnete die Jenaer Philharmonie die B-Reihe der neuen Spielzeit.
Manuel Munzlinger interpretierte als Solist sein Jazz Concerto für Oboe und Streicher. In den 5 Sätzen sind zum Teil bekannte Floskeln einfallsreich und kurzweilig gemixt. Das Schluss-Rondo erklingt beinahe im U-Musiksound , wäre da nicht die üppige Solokadenz am Ende, wo er mit Spaltklängen bzw. Flatterzunge in die Gefilde Neuer Musik einbricht. Das Publikum reagierte lebhaft applaudierend.
Am Ende fand die Uraufführung von "Ein symphonischer Campingkloß", Orchester-Suite nach Loriot vom Oboisten Munzlinger statt. Das dreisätzige Opus mit seinen skurrilen Satzüberschriften erweist sich als kurzweilige Angelegenheit voll überraschender Orchestereffekte bei der Integrierung eines bekannten Fundus stilistischer Vokabeln aus Jazz und U-Musik. Da ist Orchesterperfektion in allen Orchestergruppen in diesem sinfonischen Nebengenre angesagt. Loriots Arbeitsweise kompositorisch im Detail als Vorbild: Munzlinger hat sich musikalisch bemüht, dem Genremix gerecht zu werden. Deutet man die fröhliche Reaktionen des Publikums danach richtig, so gelang es ihm, ein Hörvergnügen voller Überraschungen zu schaffen.

 

Ostthüringer Zeitung (18.9.2010):

Mit Sarkasmus und Loriots Kosakenzipfeln

Gelungener Spaß der Jenaer Philharmonie von und mit Manuel Munzlinger

Da waren mit dem Gastdirigenten Eckehard Stier und dem komponierenden Solisten Manuel Munzlinger im Konzert am Donnerstag im Volkshaus die Richtigen zusammen gekommen. Die Philharmoniker machten den Spaß mit gehörigen Engagement mit.
Munzlingers Affinität zum Humor eines Loriot veranlasste ihn, die Orchester-Suite nach Loriot zu schreiben, deren Uraufführung am Schluss dieses Konzerts stand. Stets gut melodienbezogen, erhebt diese Komposition keine Ansprüche auf Post-Modernität. Dem Komponisten geht es um die musikalische Darstellung des Loriot-Esprits. Der letzte Satz mit der sinnreichen Bezeichnung "Marsch der Kosakenzipfel" lockert der Fantasie des Hörers die Zügel. Gekonnt geschrieben und interpretiert von einem Dirigenten, der mit dem Orchester aus diesem Werk ein Leckerli fürs Publikum machte, wurde an diesem Abend der Begriff "Zeitgenössische Musik" mit dem schönen Attribut "verständlich" eingekleidet.

 

Ostthüringer Zeitung (15.6.2010):

Rockiger Barock - Eröffnungskonzert zum Auftakt der Literaturtage in Ranis begeistert

Manuel Munzlinger (Oboe), Ariane Spiegel (Violoncello) und Mira Lange (Cembalo) boten den Gästen unter der Überschrift „the oboe goes BaRock“ ein überaus hochkarätiges Programm. „Wir werden hier nachher völlig ausrasten“, kündigte Munzlinger zu Beginn des Konzerts an. Und so durfte man gespannt sein auf seine Kompositionen und Arrangements zu Musik von Bach und Telemann, aber auch von Michael Jackson, Billy Joel und den Beatles.
Der Berliner Oboist hatte nicht zu viel versprochen. Die Musiker begeisterten mit einer faszinierenden Symbiose aus souveränem technischen Können, spannenden Arrangements und wunderbarem Zusammenspiel. „Die drei haben wirklich unglaubliche Musik gemacht, ich habe mich sogar bei den modernen Melodien wie in einem barocken Konzertsaal gefühlt“, schwärmte Katharina Gliesing aus Ranis. Auch Hans-Jürgen Reinert war begeistert. „Absolut faszinierend ist es, wie Munzlinger sogar mit den Füßen musiziert“, sagte der Pößnecker. Das Publikum quittierte die Leistung des Trios auch nach der zweiten Zugabe noch mit nicht enden wollendem Beifall. Auch Munzlinger selbst hatte seine Freude an dem Konzert. „Ich habe mich hier in Ranis sehr wohl gefühlt. Das Publikum war großartig und die Kirche mit ihrer hervorragenden Akustik ist einfach toll.“

 

Ostthüringer Zeitung (18.12.2009):

Heiterkeit und Ohrenschmaus

Stimmungsvolles Lesekonzert mit Herbert Feuerstein auf Burg Ranis

Wer von den Gästen des Weihnachtsprogramms auf Burg Ranis noch nicht in Weihnachtsstimmung war, dürfte es nun auf jeden Fall sein. Herbert Feuerstein sei Dank, einem der ganz großen deutschen Comedians, der mit der Premiere seines außergewöhnlichen Programms "Ich bin ein Esel, alt und schwach..." auf die Burg gekommen war. Die im September angekündigte Veranstaltung war binnen vier Stunden restlos ausverkauft. Die Nachfrage war also überwältigend und völlig zu Recht, wie der Abend zeigte.
Musikalisch wurde das Programm mit einer von Manuel Munzlinger für Oboe, Bass und Klavier bearbeiteten Version des Eingangschores aus dem "Weihnachtsoratorium" eröffnet. Die vertrauten Bachschen Melodien wurden auf eindrucksvolle und spannende Weise ganz neu erlebbar gemacht - witzig, frech und trotzdem sehr stimmungsvoll. Das Publikum belohnte so schon den ersten musikalischen Beitrag des Abends mit euphorischem Beifall. Klassik und Jazz waren dank harmonischem Zusammenspiel der Musiker und Munzlingers großartigen Kompositionen zu Motiven auch von Franz Schubert ("Ave Maria") und Antonio Vivaldi ("Vier Jahreszeiten") ein wirklicher Ohrenschmaus den ganzen Abend hindurch.
Die Lesung standen dem in nichts nach. Feuerstein bewies einmal mehr sein Gespür für die Balance zwischen heiterer Unterhaltung und Ernsthaftigkeit. Die Gedichte und Geschichten aus verschiedenen Epochen öffneten den Zuhörern einen augenzwinkernden Blick auf Episoden der Weihnachtszeit mit ihren Betriebsfeiern, ihrer Weihnachtsbäckerei und dem ganz normalen Familienchaos. Auch die biblische Weihnachtsgeschichte kam nicht zu kurz, etwa im "Weihnachtslied vom Eselchen" von James Krüss, dessen erster Vers dem Weihnachtsprogramm auch den Namen gab. Schon in der Pause waren im Publikum begeisterte Stimmen zu hören: "Die Mischung aus den Texten und dieser aufgepeppten Barockmusik ist absolut beeindruckend".
Dass Feuerstein auch Musiker ist, wurde spätestens bei der Zugabe klar, als er mit dem Part des Echos aus der berühmten "Echo-Arie" des Weihnachtsoratoriums wahre Begeisterungsstürme auslöste.

 

Harz-Kurier (8.12.2009):

„Risiko für Weihnachtsmänner“

Geschichten und Briefe zur Weihnachtszeit: Thekla Carola Wied im Kloster

Adventsstimmung verbreitete ein hochkarätiges Trio am Samstag im Kloster mit Geschichten, Briefen und Kompositionen. Thekla Carola Wied las Geschichten und Briefe rund um das heilige Fest, Manuel Munzlinger spielte die Oboe und Hawo Bleich den Flügel. 350 Zuhörer ließen sich verzaubern.
Die Musik wechselte zwischen atmosphärischer Entspannung und freudiger Aufregung, ganz so, wie die Adventszeit sein sollte.
Manuel Munzlinger überzeugte technisch und menschlich, wenn er konzentriert in die Noten blickte, auswendig spielte und in die Augen seines Publikums blickte. Ein Zwinkern für Thekla Carola Wied nach jedem Beitrag und die Übereinstimmung mit Hawo Bleich machten aus dem Konzert ein persönliches Erlebnis. Munzlingers Vorliebe für die Kombination von Kammermusik und Jazz zeigte sich, wenn er variierte, improvisierte und den alten Kompositionen neuen Charakter verlieh.

 

Iserlohner Zeitung (30.4.2009):

Traumlandung

Sonderkonzert „BaRock” begeisterte

„Wir bewegen uns heute zwischen den Zeiten”, erklärte Manuel Munzlinger sein außergewöhnliches Konzertprogramm „BaRock”, bei dem er zusammen mit dem Organisten Andreas Sieling Barockes und Rockiges auf der Oboe dargeboten hat. Es ist nicht jedem klassisch ausgebildeten Musiker vergönnt, den Sprung in die Pop-Musik und den Jazz heil hinzubekommen. Oft endet der Versuch in einer Bruchlandung, so dass bei der Ankündigung eines so „gewagten” Brückenschlags, wie Munzlinger es nannte, nach vielen eher mauen Erfahrungen durchaus Skepsis aufkommen kann.
Am Sonntag erfüllten sich die Befürchtungen nicht. Im Gegenteil: Munzlinger und sein kongenialer „Improvisator” an der Orgel sind auf jeden Fall in beiden Welten zu Hause. Klassisch geschult mit hohem technischem Können legten sie mit stilsicheren Pop-Arrangement und großem Spaß am Improvisieren eine Traumlandung hin. Ausgehend von Bach, Böhm, Buxtehude und italienischen Barock-Meistern wechselten sie in der Mitte des Programms zu Michael Jackson, Billy Joel und Sting und boten dem Publikum in beiden Teilen fantastische Musik. Wobei sie ihr offensichtliches Faible für eingängige Melodien und die Schönheit in der Musik voll auslebten. Die barocken Miniaturen, die sie ausgewählt hatten, waren ruhige und klangschöne Musikstücke, in denen man als Zuhörer schwelgen konnte.
Und so ging es auch im zweiten Teil - etwa Bernsteins „Somewhere”, Stings „Russians” oder Billy Joels „She’s always a Woman” - alles Lieblingslieder von Manuel Munzlinger, die er mit viel Gefühl, lockerem Tänzeln und wunderschönem Oboen-Ton vortrug. Schlusspunkt war eine humorvolle „Deep Purple” -Adaption namens „Smoke on the Donau”, wonach sich das begeisterte Publikum noch zwei Zugaben erklatschte.

 

Frankenpost (12.11.2008):

Pop für den Sonnenkönig

Manuel Munzlingers gekonnt arrangierte „Beatles-Suite“ wäre vermutlich auch am Hof Ludwigs XIV. mit Wohlgefallen aufgenommen worden. Eine unwiderstehliche Mischung aus melodiösem Gitarrenpop und barocken Schnörkeln, unterlegt mit einer Generalbasslinie, wodurch die drei Musiker den Songs einen ganz eigenen Witz entlocken.
Auch an klassischen Werken demonstrieren die drei Musiker an diesem Abend ihre Virtuosität und ihr präzises Zusammenspiel: zum Beispiel bei der Sonate in e-Moll von Francesco Geminiani und der Partita in B-Dur von Georg Philipp Telemann.
Zauberhaft auch die jazzige Variation einer Bach-Komposition aus den Notenbüchlein für Anna Magdalena Bach, die ebenfalls von Manuel Munzlinger stammt. Dass der alte Thomas-Kantor bestens in ein modernes Klang-Gewand passt, ist ja seit Jacques Loussiers „Play Bach“ bekannt. Jetzt weiß man auch, dass die Beatles im Barock-Kostüm gut aussehen.

 

Märkische Allgemeine (4.8.2008):

Mit Leidenschaft gespielt

Die Erläuterungen und Hintergrundgeschichten empfanden die Besucher als interessant und abwechslungsreich. Besonders die Geschichten der griechischen Mythologie zur Musik von Benjamin Brittens „Metamorphosen für Oboe solo“ hatte es ihnen angetan. Die Leidenschaft, mit der Manuel Munzlinger virtuos sein Instrument beherrschte, ging auf die Zuhörer über.

 

Hessische Allgemeine (20.7.2008):

Wie ein Verstärker der Stimmungen wirkt die Musik: Der Oboist Manuel Munzlinger ist ein charismatischer Beschwörer von Heiterem und Getragenem. Euphorischer Applaus.

 

Stuttgarter Nachrichten (16.6.2008):

Kühne Verwandlung

Originales oder Anverwandeltes – für den Oboisten Manuel Munzlinger gibt es keine strikten Grenzen: In der Cannstatter Lutherkirche kombinierte er Benjamin Brittens "Metamorphosen" op. 49 für Oboe solo mit eigenen Arrangements von Songs der Beatles, Michael Jacksons oder Herbert Grönemeyers. Er geht dabei mit Ithay Khen am Violoncello und Andreas Wolter am Klavier den umgekehrten Weg und versetzt das Neue ins Klangbild einer älteren Epoche. Manuel Munzlingers feinsinniges Formen des Tons und sein geschmeidiges Zeichnen der melodiösen Phrasen ging eine stimmige Allianz mit dem nachklingenden Kirchenraum ein.

 

Harz-Kurier (18.9.2007):

Stimmung und fetzige Bässe im Kloster

Oboe und Orgel von Barock bis Pop – Manuel Munzlinger gastierte in Walkenried

Das Konzert hätte kaum mitreißender, stimmungsvoller und ungewöhnlicher sein können. Die Verantwortlichen der Walkenrieder Klosterkonzerte hatten zum wiederholten Male Manuel Munzlinger eingeladen, der sich mit seinen Crossover-Konzerten zwischen Barock, Jazz und Pop einen Namen und viele Freunde gemacht hat. Während er im letzten Jahr Unterstützung von Cembalo und Cello hatte, musizierte er in diesem gemeinsam mit Andreas Sieling an der Orgel.
Gewohnt leger in schwarzer Jeans und weißem Hemd über T-Shirt trat Munzlinger auf. Kenntnisreich und fröhlich führte er durch den Abend, verband er Information mit Witz und überraschte sein Publikum mit Ausführungen über die modernen Songwriter, denen er hohe Anerkennung zollte. So sagte er über Billy Joel: „Er ist ein super Komponist, der leider nie etwas für Oboe und Orgel geschrieben hat, aber wir tun jetzt einfach mal als ob.“ Und dann bewiesen beide, dass „She’s always a woman“ durchaus auch in einem klassischen Konzert seinen Platz haben kann. Die Zuhörer reagierten begeistert auf die bekannten Melodien im neuen Gewand. Und dass es den Musikern Spaß machte, war deutlich zu sehen.
In den klassischen Werken von Johann Ludwig Krebs, Johann Sebastian Bach und Georg Philipp Telemann konnten beide ihr Können so richtig unter Beweis stellen. Läufe, Sprünge, Verzierungen, hohes Tempo und gefühlvolle Passagen der Fantasie und der Arien – man hatte den Eindruck, es konnte nicht anspruchsvoll genug sein.
Als Zugabe erklang der Klassiker „Popcorn“, der dann alle Füße zum Wippen brachte und den Abend in einer wunderbar gelösten Stimmung enden ließ.

 

Main Post (18.6.2007):

Wie die Beatles vor 300 Jahren

Virtuose Unterhaltung bei „The Oboe goes BaRock" in Bronnbach

Der weitgereiste Oboist Manuel Munzlinger aus Berlin sagt von sich selbst: „Ich habe das große Glück, meinem Lebenstraum ‚Lebe deinen Traum’ stündlich näher zu kommen.“ Im Rahmen des Würzburger Mozartfestes trat er im voll besetzten Bernhardsaal des mächtigen Klosters Bronnbach zwischen Wertheim und Tauberbischofsheim mit beeindruckender Leichtigkeit den Beweis an. Zusammen mit Ariane Spiegel (Violoncello) und Christine Tschirge (Cembalo), präsentierte Munzlinger mit launigen Worten unter dem Titel „The Oboe goes BaRock“ virtuose Unterhaltungsmusik aus drei Jahrhunderten.
Für den Berliner gibt es – gemäß Leonard Bernstein – keinen Unterschied zwischen E- und U-Musik, und so hat er eine „BaRock-Suite für Oboe und Basso continuo“ arrangiert, mit Stücken von den Beatles, Billy Joel und Michael Jackson. „So hätte deren Musik vielleicht vor 300 Jahren geklungen und auch Spaß gemacht“, lächelte Munzlinger. Ganz sicher gilt das für den Beatles-Song „Norwegian Wood“, der zu einem wonnigen Zwiegespräch zwischen Cello und Oboe wurde.

 

Main-Echo (18.6.2007):

Ensemble BaRock begeistert Publikum in Bronnbach

Das Ensemble BaRock gastierte in diesem Jahr vor ausverkauftem Bernhardsaal mit einem Programm aus Barockmusik und Kammer-Pop-Musik. Manuel Munzlinger als Oboist und Arrangeur sowie Ariane Spiegel (Violoncello) und Christine Tschirge (Cembalo) begeisterten das Publikum besonders mit Umsetzungen von Liedern der Beatles ins 17. Jahrhundert. Es wurde deutlich, dass mit einem derartigen Programmangebot ein ganz neues Publikum erschlossen wird.

 

Wertheimer Zeitung (20.6.2007):

Technische Perfektion

Das Ensemble BaRock zu Gast in Bronnbach

Es komme nicht darauf an, ob U- oder E-Musik, sondern allein darauf, ob die Musik gut sei. Mit diesem bekannten Diktum begründete Manuel Munzlinger, Oboist im Ensemble BaRock, das sehr gemischte Programm „The oboe goes BaRock“, das er mit Ariane Spiegel, Cello und Christine Tschirge am Cembalo im ausverkauften Bernhardsaal des Klosters Bronnbach präsentierte.
Das Trio begann mit Francesco Geminianis Sonate e-Moll, einem wunderbar zarten Adagio, in dem hier bereits technische Perfektion und Engagement deutlich wurden. Allegro und das einfühlsame Largo mündeten im beschwingten Vivace, in dem die schnellen Läufe bei Munzlinger besonders beeindruckten. Bei Antonio Vivaldis Sonate g-Moll brillierte der Oboist wiederum in außerordentlich schnellen Passagen.
Mozarts Sonate facile in C-Dur, bearbeitet für Oboe, Cello und Cembalo von Manuel Munzlinger, brachten ein emotional starkes Andante, das aber keineswegs ins Sentimentale abglitt und insofern das Feeling des Arrangeurs besonders herausstellte.
Nach der Pause interpretierte Munzlinger solo die selten gehörte Fantasie Nr. 10 fis-moll von Georg Philipp Telemann souverän, sehr anspruchsvoll das A tempo giusto sowie das Presto mit sauber intonierten Oktavsprüngen.
Der letzte Programmpunkt riss dann das Publikum zu Begeisterungsstürmen hin, übrigens ein weitgehend neues Publikum, das mit so einem Klassik-Crossover-Projekt gewonnen wurde. Manuel Munzlinger präsentierte mit seinen zwei Begleiterinnen seine BaRock-Suite und transponierte auf diese höchst ungewöhnliche Weise die Beatles, Billie Joel und Michael Jackson ins 17. Jahrhundert. Er habe bedauert, dass die Beatles nie eine Oboe verwendet hätten, und da habe ihm endlich eine Stimme suggeriert: „Mach es selbst!“ So hörte man Can’t by me love, She’s always a woman, Billy Jean und Norwegian wood nun wirklich ganz neu, und das kam bestens an.

 

Fränkische Nachrichten (18.6.2007):

Oboen-Klänge in Beatles-Manier

Das Ensemble BaRock begeisterte die Zuschauer mit einer ungewöhnlichen Synthese

Mit welchen unterschiedlichen Erwartungen die vielen Zuhörer auch gekommen waren - enttäuscht wurde keiner von ihnen. Manuel Munzlinger (Oboe), Ariane Spiegel (Violoncello) und Christine Tschirge (Cembalo) hatten ein erfrischendes Programm aus originalen Oboensonaten des Barock zusammengestellt. Erst ganz zum Schluss des Konzerts kam man auf den verheißungsvollen Titel zurück und ließ die Katze wirkungsvoll aus dem Sack. Beatles-Fans und barocke Kammermusikliebhaber wurden von Manuel Munzlingers "BaRock-Suite" gleichermaßen angesprochen und der immer stärkere Applaus war deutliches Indiz für das bekannte Bernstein-Zitat, dass es keinen Unterschied zwischen U- und E-Musik gibt, höchstens gute und schlechte.
Mit der jedem Hobbypianisten bekannten "Sonata facile" von Wolfgang Amadeus Mozart, die Manuel Munzlinger für das Trio bearbeitet hatte, verließ man erst nach einer guten Stunde ganz sachte den festen Boden anerkannten Kulturguts, wobei man sich jedoch vom originalen Notentext kaum entfernte, sondern den ursprünglichen Klaviersatz auf die drei Instrumente angemessen und mit interessanter Wirkung verteilte.
Nun folgten zwar sehr bekannte Melodien, doch jetzt aus einer ganz anderen Richtung, stilistisch ebenso wie zeitlich gesehen. Die drei typischen Barock-Instrumente, die man mit vielfältigen Kompositionen ihrer Zeit in erfrischender Folge gehört hatte, schafften nun eine höchst interessante Verbindung zum prägenden Musikstil des zwanzigsten Jahrhunderts.
"Wie hätte es geklungen, wenn die Beatles Oboensonaten geschrieben hätten?" fragte Manuel Munzlinger und das Trio beantwortete die Frage mit einer fünfteiligen Suite, deren Sätze zum Beispiel "Can't be my love" hießen oder "She's always a woman". Neben der Oboe hatte oft auch das Cello eine tragende melodische Aufgabe, während das Cembalo als ideale Rhythmusgruppe für den metrischen Schwung sorgte. Im Zusammenklang überraschten manchmal fernöstlich angehauchte Wendungen und mehrstimmige Cellopassagen, die in Richtung Jazz wiesen. Technisch ging man manchmal bis an die Grenze des Machbaren, wobei Munzlinger mit außerordentlicher Fingerfertigkeit und unerschöpflicher Atemtechnik faszinierte. So gelang es dem Ensemble in überzeugender und mitreißender Weise, das Anliegen des Komponisten umzusetzen, nämlich interessante Musik in einer bislang nicht vorhandenen, eigenständigen Form darzubieten. Wenn Munzlinger anfangs augenzwinkernd beklagt hatte, dass er als Rock- und Pop-Fan mit der Oboe eigentlich das falsche Instrument gewählt habe, so konnte man ihn nach dem Konzert zu diesem Entschluss nur beglückwünschen. Eine gelungene und ungewöhnlich hochwertige Synthese von Barock und Pop.

 

Ostthüringer Zeitung (16.2.2007):

Toller musikalischer Garderobier

Unter dem Titel „Romantische Metamorphosen“ erlebte der Hörer geistvolle Variationen, die vor anderen Stilrichtungen nicht Halt machten. Man konnte im Nachhinein resümieren, dass sich Munzlinger als musikalischer Garderobier verwandlungskünstlerisch in jeden beliebigen Komponisten mit dessen typischen Charakterzügen begab.

 

Harz-Kurier (12.9.2006):

Schwindelerregendes Spiel

Manuel Munzlinger stand während des Konzertes. Er wippte auf den Füßen, drehte sich mal zum Publikum, mal zu seinen Kolleginnen. Insgesamt wirkte sein Spiel sehr lebendig und von Herzen kommend. Welche Kraftanstrengung dieses zweistündige Konzert dennoch war, ließ sich leicht daran erkennen, dass er sich zwischen den Stücken am Cembalo abstützte.
„Lieber Gott, warum haben die Beatles keine Oboen-Sonaten geschrieben?“, fragte Munzlinger irgendwann in seinem Leben verzweifelt. Und er erhielt eine Antwort: „Mach es selbst!“ Entstanden ist daraus die „BaRock-Suite“ für Oboe und Basso continuo. Die Zuschauer waren vollauf begeistert von diesem Experiment und klatschten dann auch zwischen den „Sätzen“ laut Beifall.

 

Wiesbadener Tagblatt (14.2.2005):

Schmissige Klänge

Hervorragendes Trio beim Rheingau Winter

Drei klassisch ausgebil­dete Musiker spielten klassische Musik, einzig die Melodien kamen vor allem denjenigen Zuhörern bekannt vor, an denen die Popmusik der letzten Jahrzehnte nicht spurlos vorüberge­gangen ist. Der auch als locke­rer Moderator agierende Obo­ist Manuel Munzlinger schrieb die schmissigen Arrangements, die er zusammen mit der Cellis­tin Romy Sanderling und dem Pianisten Andreas Wolter vor­trug.
Diese Bearbeitungen sind keineswegs leicht zu spielen; man hörte den Musikern ihre profunde Ausbildung an der Berliner Musikhochschule an. Der Oboenpart sah nach der Vorstellung des The­mas virtuose Auszierungen vor, so dass die Musik gegen Ende eine überwältigende Stei­gerung aufwies.
Ganz zu Beginn des Konzertes interpretierte Munzlinger drei der Metamorphosen für Oboe solo von Benjamin Britten. Er tat dies mit technischer Brillanz und großem Gefühl für musikalische Spannungs­abläufe.
Das Trio ist ein ernst- und gewissenhaft arbeitendes Ensemble, hervorragend aufei­nander eingestimmt. Man gönnt ihnen den Erfolg mit ihrem Unterhaltungsprogramm, ahnt aber doch, dass die drei Musiker noch ganz anderes spielen können. Man sollte sie es tun lassen.

 

Hohenloher Zeitung (7.11.2004):

Ein ungewöhnliches Trio präsentiert virtuose Qualität

Das Konzert war weniger Kabarett als eine Reihe von interessanten Arrangements, welche mit modernen Melodien und virtuoser Spielweise Jahrhunderte Musikgeschichte übersprangen und vom Publikum sehr gut angenommen wurden. So hörte man ein unterhaltsames, von amüsanter Moderation Munzlingers begleitetes anspruchsvolles Konzert, das Spaß machte.
Die berühmte Badinerie von Bach in konventioneller Spielweise war die Visitenkarte für die virtuose Qualität des Trios. Dann aber gab der Oboist den folgenden Beatles-Melodien die Frage auf den Weg: „Wie hätte es geklungen, wenn die Beatles vor 300 Jahren gelebt hätten?“ Immer wieder kamen die Melodien des 20. Jahrhunderts zu Tage. Aber man konnte sich durchaus in einem Barock-Konzert fühlen.
Dass Munzlinger auch kompositorisch begabt ist, bewies er mit seinem gefühlvollen „Stoned“ und „Jazzy Bach“, das er in bester „Play-Bach“-Manier präsentierte.

 

Die Glocke (8.10.2004):

Richtig spannend wird es mit dem Auftritt des phänomenalen Oboisten Manuel Munzlinger, der sein interessantes „Jazz Concerto“ für Oboe und Streicher vorstellte, in dem sich Klassik mit Jazz vermählt. Die Streicher dürfen mal dahinschmelzen, mal ein Staccato-Feuerwerk entfachen, während der Solist mit einer unglaublichen Atemreserve, technischer Brillanz und verblüffend vielseitiger Tongebung auftrumpft. Die kleinen und großen Zuhörer sind hingerissen und bejubeln diesen Solisten, der mit seiner schwarzen Lederhose und weißem Schlabberhemd ganz unkonventionell auftritt. Ein Nigel Kennedy der Oboe.

 

Westfalen-Blatt (8.10.2004):

„Was heißt ’wrzngmpf’?“, fragten wir Manuel Munzlinger, den Solo-Oboisten und Komponisten des „Jazz Concerto“ für Oboe und Streicher. Er rückte partout mit der Lösung nicht heraus, spielte aber sein Konzert mit hoher Virtuosität, sehr selbstbewusst, schwungvoll und fein nuanciert, wobei sein Instrument zuweilen wie eine Hirten-Schalmei erklang, aber immer auch „jazzig“ wie beim „swinging vivace“. Temporeich auch die übrigen Sätze gekrönt von rhythmischen Steigerungen mit einem Wirbel von markanten und kichernden Tönen. Ein gewiefter, brillanter Musiker und Spaßvogel zugleich, der einer jüngsten Zuhörerin, die sich an der Rampe verirrt hatte, ein impulsives Solo widmete.

 

Westfälische Allgemeine (8.10.2004):

Als hochkarätige solistische Ergänzung stand dann der als "Nigel Kennedy der Oboe" bekannte Oboist Manuel Munzlinger im Mittelpunkt. Mit der Eigenkomposition "Jazz Concerto for Oboe and Strings" bot er einen zeitgenössischen Kontrast, der mit unterschiedlichsten Rhythmen und Anspielungen auf bekannte Melodien gewürzt war, geradezu genial ergänzt durch die Streicher. Besonderen Anklang fand dabei eine ausgedehnte Kadenz, in der Munzlinger nicht nur ungeahnte klangliche Möglichkeiten seines Instruments, sondern auch seinen eigenen Sinn für Humor und Selbstironie zum Ausdruck brachte.

 

Der Westallgäuer (31.7.2004):

Vorbehalte gegenüber zeitgenössischer Musik waren hier völlig fehl am Platz. Wenn Prokowjef und Britten sich einer vergnüglichen Auseinandersetzung mit der klassischen Tradition hingeben konnten, dann ist das auch heute noch möglich. Und als ob das nicht schon genügen würde, präsentierte sich der Komponist zugleich als Oboenvirtuose, dessen technische Brillanz nur noch von seinem augenzwinkernden Humor übertroffen wurde.

 

Berliner Tagesspiegel (20.4.2004):

Ein musikalisches Crossover, das selbst die ältesten Besucher zum Fußwippen und Mitschnippsen bewegte. Der Berliner Komponist Manuel Munzlinger wiegte sich in weißer Jeans auf der Bühne und riss das Publikum mit seiner mal klassisch jubilierenden, mal jaulenden Oboe mit, während sich das Orchester zur groovenden Big Band verwandelte.

 

Rheingau Echo (27.2.2003):

„The Oboe goes BaRock“ spielte zweimal vor begeistertem Publikum

Das Ensemble „The Oboe goes Ba­Rock" hat mit der Klassik-"Crossover"-Musik ei­nen neuen Weg beschritten; die Mu­sikstile der Epochen werden „ver­tauscht", Rock- und Popmusik wird im Stil klassischer Kammermusik darge­boten. Manuel Munzlinger spielt Oboe, Oboe d'amore und Englischhorn, schreibt die Arrangements, die jedem Stück eine eigene klassi­sche Note ver­leihen und führte als char­manter Plauderer durch das Konzert.
Dass das Trio so erfolgreich ist und sich eine ständig wachsende Fangemeinde erspielt, liegt an dem gelungenen Zusammenspiel des Oboisten mit dem agilen Pianisten und Cembalisten An­dreas Wolter und der Cellistin Romy Sanderling mit ihrem ausgewogenen Spiel. Der Erfolg war überwältigend.
„The Oboe goes BaRock" gastierte auf Einladung der Burghofspiele im Rah­men des „Rheingau Winters" in Eltville. Vorgesehen war ein Konzert am Samstag; die Karten waren so schnell ausverkauft, dass die Burghofspiele ein zweites Konzert am Sonntag zu­sätzlich ins Programm nahmen. Auch das zweite Konzert war schon im Vor­verkauf nahezu ausverkauft. Das er­wartungsvolle Publikum im Gelben Saal hatte das außergewöhnliche Mu­sikerlebnis sichtlich genossen. Der rhythmische Beifall am En­de des Konzerts hörte nicht auf.

 

Wiesbadener Kurier (24.2.2003):

Zeitreise in Musik

Man stelle sich vor: ein Mensch wird Musiker, arbeitet Jahre um Jahre bis zu fulminan­ter technischer Reife, lernt Vie­les kennen in der Welt der Töne und Partituren, verliert aber sein Herz beispielsweise an Improvisationen, poppige/rockige Klänge und derglei­chen. Wenn derselbe Mensch dann noch ausgerechnet die Oboe spielt, hat er eigentlich nur eine Möglichkeit: Er muss sich selbst auf die Suche nach klingendem Neuland machen. So ähnlich könnte es dem Berliner Manuel Munzlinger ergangen sein.
Was sich zunächst wie musikalische Comedy anhört, ist in Wahrheit ein hochintelligentes Spiel mit musikalischen Stilen, Rhyth­men und technischer Souverä­nität. Gemeinsam mit Romy Sanderling (Violoncello) und Andreas Wolter (Klavier) präsentiert der Berliner seine ausgeklügelten Arrangements. Das Trio überzeugt großartig aufeinander eingespielt, rhythmische Finessen wechseln mit jazzigen Harmonien.
Nett ist es anzuhören, weil die drei Mu­siker mit Leichtigkeit allen An­forderungen ihrer Arrange­ments gerecht werden; doch keinesfalls „nur nett“, dazu ist es stellenweise zu aufregend.

 

Wiesbadener Tagblatt (24.2.2003):

Heitere Leckerbissen

Zu Beginn begeisterte Manuel Munzlinger mit der Interpre­tation des „Morceau de salon“ von Wenzelslaus Kalliwoda, ein virtuos und geschmeidig servierter Leckerbissen der besonderen Art.
Dann lässt er ehrwürdige Gestalten der Musikgeschichte in lockerer Reihe paradieren. Da trifft Michael Jackson in Paris auf Claude Debussy, die Beatles lassen sich von Scott Joplin beeinflussen, erhalten Hinwei­se von Benjamin Britten und neh­men Anregungen von Eric Satie auf. Manuel Munzlinger versteht sein Hand­werk als Arrangeur vortreff­lich. Der agile und munter kommentierende Künstler weiß allerdings auch mit Eigenkom­positionen zu überzeugen. Ein famoses und mit herzlichem Beifall bedachtes Trio.

 

Torgauer Zeitung (22.1.2002):

Spielfreude paarte sich mit technischer Perfektion an den Instrumenten, fundierte Kenntnis mit Ein­fallsreichtum im Arrangement. Diese Leichtigkeit, dieses gekonnte Experimentieren, das Spie­len mit den Stilen war es wohl, was dieses Konzert spannend und genuss­voll zugleich machte. Ein Abend voller Musikgeschichte, der außeror­dentlich hörenswert war.

 

Freie Presse (23.10.2001):

Die Zuhörer waren begeistert. Das Trio „Oboe goes BaRock" verdreht mit Absicht die Musikstile der Epochen und ermöglichte den Gästen ganz problemlos eine amüsante Zeitreise.
Vor allem begeisterte die Virtuosität und Qualität des sympathischen Trios. Das Publikum wollte die drei gar nicht wieder gehen lassen und sicherte sich zwei Zugaben.

 

Junge Welt (15.7.2000):

Der Oboist Manuel Munzlinger „klassifiziert“ Pop im Trio. Zusammen mit Cello und Piano wird eine an äußerlichen Ereignissen sparsame und dafür musikalisch umso mehr begeisternde Show abgezogen. Eine wunderbare Symbiose von Pop und Klassik. Irgendwann wird sich jeder Zuhörende gefragt haben, warum nicht schon vor 250 Jahren solche Musik gespielt wurde.

 

Berliner Morgenpost (14.7.2000):

Pop-Melodien im Oboenglanz

Manuel Munzlinger rückt Klassikern von Billy Joel bis zu den Beatles zu Leibe – und Ilja Richter moderiert dazu

Skep­sis schlägt um in Ver-, in Bewun­derung, in Rührung, in Begeisterung. Der leichte Klang der Oboe, der Oboe d'amore und des Eng­lischhorns sind die halbe Miete. Munzlinger verbilligt nichts. Er hat ein schier unglaubliches Gespür für das Potenzial banaler Melodien, auch bei Haydn und Mozart Quelle vieler Stücke. Nicht nur umspielen seine Arrangements sie mit reicher Modu­lation, wobei die Oboe mit ihren federnden Läufen im schönen Austausch mit den Cello-Kantilenen und dem in allen Epochen stil­echten Klavier und Cembalo schwingt, er denkt die Themen im Sinne klassischer Kon­zepte weiter.
Der Schwung, mit dem die drei spielen, ist, genau betrachtet gar nicht poppig. Dieses lebendige Mit­denken des thematischen Verlaufs muss man am selben Ort allzu oft vermissen.

 

Main-Post (5.6.2000):

Die Virtuosität, mit der Manuel Munzlinger der Oboe waghalsige Melodien entlockt, ist unüberhörbar. Bei schnellen Popnummern wirken die Arrangements verspielt, bei den Balladen setzt das Trio die Stimmung gefühlvoll um.

 

Main-Echo (6.6.2000):

Manuel Munzlinger, ein Nigel Kennedy an der Oboe. Brillant eine Version der Beatles-Nummer »When I'm 64«, die mit akzentuierten Tempo- und Dy­namikwechseln tatsächlich klingt, als hätte Paul McCartney von Benjamin Britten das Komponieren gelernt - nicht weit herge­holt, denn tatsächlich hatte der Meister der dramatischen Spannung während der Beatles-Ära in London unterrichtet. Das Publikum belohnte den sichtlichen Spaß, den die Musiker an ihrem Repertoire-Cocktail hatten.